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Die
Wahlstraße des 13er-Neigungskurses GK

Schon
von Anfang des Schuljahres an wunderten sich immer mehr
Schülerinnen, was es denn mit den Notizen auf den
Pinnwänden des zweiten Stockes im Musikgang auf
sich hatte, denn normalerweise wurden hier doch immer
die BK-Arbeiten ausgestellt. Jetzt aber baten die Notizen
darum, dort Platz zu lassen, da dort eine "Wahlstraße"
entstehen sollte. Und genau diese "Wahlstraße"
war das Projekt des Gemeinschaftskunde-Neigungskurses
der Klassenstufe 13.
Im Rahmen der Unterrichtseinheit zu Wahlen und deren
Bedeutung für die Demokratie und ganz besonders
angesichts der erschreckend geringen Beteiligung der
wahlberechtigten Bevölkerung an den Europawahlen
(nur 43%) beschlossen wir, dass dagegen schleunigst
etwas getan werden sollte. Denn viel reden bringt nun
mal nicht viel und deswegen wollten wir auch aktiv etwas
unternehmen.
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Unter
dem Motto "Ich entscheide über meine Zukunft
- Was ist mit dir?" entstanden das Konzept und
die ersten Plakate schon in den Projekttagen am Ende
des Schuljahres 2008/09; die Parteienplakate noch in
der ersten Schulwoche. Die Wahlstraße war so aufgebaut,
dass auf dem Treppenabsatz vor dem Sekretariat nochmals
allgemein Informationen zu dem Wahlverhalten der Deutschen,
den verschiedenen Nichtwählertypen, den Wahlrechtsgrundsätzen,
der Bedeutung der Wahlen für die Demokratie und
natürlich das Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimme
gegeben wurden. So konnte hinterher niemand mehr sagen,
dass er oder sie aufgrund von Unwissen über das
deutsche Wahlsystem nicht wählen gehen konnte.
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Das
Quiz zu diesem Informationsteil und die über 40 Gewinner,
die komplett alle Fragen richtig beantwortet haben, unterstützen
unsere These, dass Jugendliche sehr wohl an Politik interessiert
sind. Im zweiten Schritt ging es dann zu den verschiedenen
Parteien, deren Standpunkte zu den Aspekten Sozial-, Jugend-
und Familien-, Umwelt-, Außen-, Wirtschafts- und Bildungspolitik
wir auf verschiedenen Plakaten im Gang zu den Musikräumen
zusammengefasst hatten.
Gerade hier wurde das Interesse vieler Schülerinnen
nochmals viel deutlicher, denn oft entstanden lebhaft Diskussionen
zu einzelnen Punkten und die vielen Gesprächsgruppen
vor den verschiedenen Plakaten konnten sich gar nicht mehr
losreißen, um ganz am Ende noch an unserer Umfrage
teilzunehmen. |
In
der natürlich anonymen Umfrage wurden z.B. das Interesse
und das Verständnis der Schülerinnen von Politik
abgefragt. Die fast wichtigste Frage stand jedoch ganz
am Schluss, nämlich welche Partei die Schülerinnen
denn selbst gewählt hätten, wenn sie schon wahlberechtigt
wären. Und siehe da: Schulintern und von den Klassenstufen
10 bis 13 wurden eindeutig Die Grünen zur
stärkten Partei gewählt. So erhielten sie im
Schnitt 42,9 %, kamen aber in den einzelnen Klassenstufen
z.T. fast an die 50 %-Marke. Mit größerem Abstand
dahinter lag die CDU/CSU mit durchschnittlich 26,7 %.
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Die
SPD und FDP lagen meistens recht eng zusammen. In Klassenstufe
13 war die FDP mit ca. 4% mehr Stimmen die stärkere
Partei von
beiden, wohingegen die SPD mti grob 5 % bei den Elftklässlerinnen
besser abschnitt. DIE
LINKE nahm im Durchschnitt nicht die 5 %-Hürde
und errang nur bei den Dreizehnern 8,5 %.
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Alles in allem war die Wahlstraße also ein toller
Erfolg und aller Einsatz unsererseits hat sich auf jeden
Fall gelohnt. Besonders belohnt wurden wir auch noch mit
einem Radiobeitrag über unser Engagement im SWR1.
Der Beitrag war sehr informativ und umfassend und eine
der besten Anerkennungen, die wir uns hätten wünschen
können.
Vielen Dank also an alle, die mitgeholfen haben, dieses
Projekt auf die Beine zu stellen, an diejenigen, die Geduld
hatten, wenn es hieß, die Gemeinschaftskunde-Neigungskurslerinnen
sind wieder in ihrer Wahlstraße und an alle, die
- sei es einfach im Vorübergehen oder auch per Brief
- uns solch positive Rückmeldung gegeben haben!
Für
den GK-Neigungskurs
Lena
Bergmann |
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