St. Agnes     Schule trifft Wirtschaft  

 

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Treffpunkt Schule – Wirtschaft:
Schüler fragen – Experten antworten



Besuch von Herrn Thum, Ausbildungsleiter der Firma Mahle am 08.11.2011 bei der Klasse 10b

Standort Deutschland – gefragt – gefordert – herausgefordert

Herr Thum im Gespräch mit uns Schülerinnen (Klasse 10b, 10c) über die Bedeutung von Standortfaktoren für den Automobilzulieferer Mahle.

Auch heute noch ist der Sitz der Firma Mahle an der Pragstraße. Wo früher allerdings das Zentrum der Produktion war, ist heute das „Headquarter“ der Firma. Für die Firma Mahle, als Zulieferer für die Automobilindustrie ist entscheidend, welche Wünsche, Anforderungen vom Kunden an das Auto von morgen gestellt werden und wie sich dies auf die Entwicklung und Produktion auswirkt. So haben die Schülerinnen erfahren, dass die Entwicklungsphasen für neue Automodelle immer kürzer werden. Herr Thum zeigte uns dies anhand der VW Golf Modelle auf. Während das erste Modell von 1974 – 1983 produziert wurde, wird das jetzige Golf Modell nur vier Jahre lang auf dem Markt sein. Die Wünsche der Kunden ändern sich sehr schnell und sind sehr vielfältig, wie z. B. leistungsstärkere Motoren, weniger Verbrauch, höhere Sicherheit, mehr Luxus (Klimaanlage, Abstandswarnung, Einparkhilfe, Fahrstabilisierungssysteme ...), mehr Individualität, ein gutes Design.
So hat sich das Gewicht vom Ur-Golf zum heutigen Golf von 800 auf über 1200 kg gesteigert. Dennoch soll sich die Belastung für die Umwelt – der C02 – Ausstoß in Grenzen halten.

Die steigenden Anforderungen und die immer kürzer werdenden Entwicklungs – Produktionsphasen haben dazu geführt, dass die Automobilindustrie nicht mehr alles selbst entwickelt und produziert, sondern immer mehr Teile von Zulieferern, wie z.B. der Firma Mahle, bezieht. Zudem werden Entwicklungen rund um den Erdball gemacht, nicht mehr nur in Deutschland. Deshalb ist auch die Fa. Mahle weltweit mit ca. 48 000 Mitarbeitern tätig. Damit sind Standortfaktoren wie Arbeitskosten, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Import- Exportbestimmungen, Produktionsbedingungen, Infrastruktur, Logistik, Qualifikation der Arbeitskräfte, die politische Situation in einem Land – um nur einige Standortfaktoren zu nennen – für die Firma Mahle von zentraler Bedeutung. Herr Thum betonte, dass die Firma Mahle an neue Standorte „Expets“, Experten schickt, um dort Aufbauarbeit zu leisten. Zu dem haben alle Standorte im Ausland ein deutsches Management und gehören Mahle mehrheitlich. Die komplexe Produktion, die Entwicklung findet in Deutschland statt, die Produktion in der Masse aber im Ausland, da dort die Arbeitskosten niedriger sind. Dennoch muss, so Herr Mahle,die gute Qualität garantiert sein.

Wir haben durch den Vortrag von Herrn Thum anschaulich erfahren, welche Rolle heute die Standortfaktoren spielen.

Gleichzeitig haben wir auch erfahren, was Schulabgänger mitbringen sollten, neben einem guten Zeugnis, wenn sie bei Mahle anfangen wollen:

Sie sollten sich eine Vorstellung machen können, was die Firma überhaupt macht.
Sie sollten eigene Ideen haben, wo und wie sie sich einbringen können.
Sie sollten „Augenglühen“ verspüren, sie sollten motiviert sein.

Manche von uns wissen nach dem Vortrag, wo sie ihre Stärken haben, was ihr Wunschberuf ist, nämlich Marktforscherin zu werden. Das Erforschen der Kundenwünsche und Absatzchancen ist schließlich etwas ganz Wichtiges.

Stefanie Schmid
Hannah Schütz

 

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