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Am 4. Februar
war es wieder soweit: sechsundreißig Eltern und
sechs Lehrerinnen machten sich bei klirrendem Frost auf
den Weg nach Obermarchtal - und trotz der wetterbedingten
Schwierigkeiten kamen alle (mehr oder weniger termingerecht)
im Kloster an. Was sie lockte war das alljährliche
Seminar des Elternbeirats - diesmal zum Thema „Dialogisches
Lernen“.
Dialogisches
Lernen wird seit ein paar Jahren in unserer Schule angeboten
- die Teilnehmer wollten wissen, was sich hinter diesem
Begriff verbirgt. Und sie konnten es gleich zu Beginn
ganz praktisch und hautnah erleben: Mancher von ihnen
hat sich sicher in die eigene Schulzeit zurückversetzt
gefühlt, als er zu einem vorgegebenen Bild oder Gedicht
seine Gedanken niederschreiben sollte.
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Danach bekam jeder von zwei anderen Teilnehmern ein schriftliches
Feedback unter sein Werk geschrieben - genau, wie in St.
Agnes beim Dialogischen Lernen die Schülerinnen. Das
war eine ungewöhnliche und interessante Erfahrung für
uns alle! |
Nach
diesem Einstieg waren die Eltern schon sehr gespannt auf
die Beispiele aus dem Schulalltag, die die Lehrerinnen vorstellten.
Sie zeigten, wie dialogischer Unterricht in unterschiedlichen
Fächern aussehen kann, wenn Lehrer und Schüler
sich als Lernpartner begreifen und gemeinsam einen Lernweg
in drei Schritten gehen: „Das ist mein Angebot.“
„Wie nutzt es Dir?“ „Wo stimmen wir überein?“
Und die Arbeiten der Mädchen, zum Beispiel Briefe an
verschiedene Wortarten oder die Gestaltung eines Titelbildes
zu Kafkas Buch „Der Process“ waren unglaublich
kreativ, von wirklichem Verständnis geprägt und
sehr berührend. Man spürte, wieviel Freude beiden
Seiten diese Art des Unterrichts macht. |
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Als
wesentliche Punkte nahmen alle mit nach Hause, wie wichtig
dabei das gegenseitige Zuhören ist und dass Dialogisches
Lernen nicht eine weitere Lernmethode, sondern eine innere
Haltung ist, die nicht nur auf die Schule beschränkt
ist. |
Neben
den Vorträgen und Diskussionen gab es trotz des vollen
Programms wieder viele Gelegenheiten zu Gesprächen
und zum Gedankenaustauch zwischen Lehrerinnen und Eltern.
Es war auch in diesem Jahr ein bereicherndes und harmonisches
Wochenende, das sicher lange nachwirken wird.
Anke
Riemer-Boog

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