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Assisi-Austausch
- Ein Erfolg
Endlich
war es soweit, am Freitag den 23.September wagten wir ein Experiment
mit Folgen!!!
| Schon
um 5:30 trafen wir uns alle völlig verschlafen am
„Mollenkopf“. Letzte SMS an die Leute schreiben,
die sich jetzt für die Schule fertig machen, ein
letztes Mal winken und dann ging‘s los ins Unbekannte.
Auf der langen Fahrt nach Assisi ist uns erst richtig
klar geworden, dass eine andere Stadt, andere Sprache
und Kultur und natürlich das italienische Temperament
auf uns warten. Filme, Zeitschriften, Essen und Schlafen
lenkten uns von der Realität ab. Und somit kam sogar
ein bisschen Panik auf, als Frau Prutek die letzten 10
km runter zählte. Als wir dann aber um 19 Uhr endlich
in Assisi ankamen, siegte die Vorfreude und wir wurden
gleich von unseren Austauschpartnern/-innen mit einem
Plakat und der Italienischen Herzlichkeit begrüßt. |
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Nach
den ersten zögernden Worten ging es erst mal nach
Hause zu unseren Partnern und Partnerinnen. Der erste
Abend allein mit Italienern. Angst…!?!
Aber als wir uns am nächsten Tag, einem Samstag,
alle zusammen in der Schule trafen ( denn in Italien hat
man auch am Samstag Schule) sahen wir, dass jeder den
ersten Tag überlebt hatte. Das war echt ungewohnt,
an einem Samstag so früh aufzustehen, aber dafür
haben die Italiener keine Mittagsschule. |
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In
der Schule wurden wir mit einem Willkommensbuffet
überrascht, das aus typischen umbrischen
Spezialitäten bestand (Umbrien ist die Region
in der Assisi liegt). Dieses Buffet wurde von
den Familien unserer Italiener extra für
uns vorbereitet!
Wir wissen schon jetzt dass wir mit 5kg mehr nach
Stuttgart zurückkommen.
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Um
10 Uhr sind wir dann alle zusammen aufgebrochen um Assisi
zu besichtigen. Wir, bei 25° Celsius natürlich
im T-Shirt, die Italiener im Pulli oder zumindest mit
T-Shirt und langer Jeans (die wir am 2. Tag dann aber
auch getragen haben, da man sofort erkannt hat, wer Italiener
ist und wer Deutscher). |
Nach
einem gefühlten „Aufstieg“
kamen wir dann endlich in Assisi im Zentrum
an, denn Assisi liegt auf einem Berg.

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Der
laaange Weg nach oben!
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| Wir
bekamen eine Führung von Frau Baldelli, die Deutschlehrerin
unserer Austauschklasse. Die Führung war echt toll,
denn wir haben alle wichtigen Sachen gesehen und auch die
Ecken, die man als normaler Turi nicht sieht. |
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| Wir
besichtigten auch die Kirche, in die Franziskus
früher immer ging als er klein war und in
der er immer eingeschlossen wurde wenn er böse
war. Natürlich haben wir auch die Kirche
„San Francesco“, in der Franziskus
begraben liegt angeschaut. Eine Kirche mit wundervollen
Fresken, Bildern und Schnitzereien. Danach konnten
wir mit unseren Partnern nach Lust und Laune durch
Assisi schlendern oder, wie viele es gemacht haben,
zum Lunapark gehen und uns vergnügen. |

Blauer
Himmel und kein Wölkchen zu sehen! Traumhaft!
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Der
nächste Tag, ein Sonntag, war freie Zeit und die
Familien hatten auch diesmal etwas geplant um uns Italien
zu zeigen. Ein paar Ausflugsziele waren zum Beispiel Rom,
Florenz, der Lago Trasimeno (Largo-See) und die „Marcia
per la Pace“. Zu diesem Friedenslauf kommen Menschen
aus ganz Italien. |
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'Rom, vor dem
Colosseum' |
Abends,
ging es dann immer an irgendeine Piazza (einen Platz)
und wir redeten, lachten oder aßen Eis (das ist
in Italien echt super- so cremig und einfach toll) und
hatten einfach zusammen Spaß. In Italien ist es
ganz normal, sich abends mit ein paar Freunden an einer
Piazza zu treffen. Es ist aber auch echt toll, nach dem
Essen noch mal alle zu treffen. Besonders für uns
Deutschen war es toll, abends bei 25° Celsius noch
draußen zu sitzen und das obwohl es Ende September
war. |
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Am
Montagmorgen schauten wir Deutschen bei verschiedenen
italienischen Klassen rein und bekamen einen Einblick
in den Unterricht. In Italien ist einiges anders als
in Deutschland. Zum Beispiel streckt man nicht wenn
man etwas sagen möchte, sondern spricht einfach
los. Außerdem dauert in Italien eine Schulstunde
1 Stunde und man hat zwischen den ersten 3 Stunden keine
Pause. Unvorstellbar für uns Deutschen. Vor allem
haben wir bemerkt dass die Italiener so gut wie nie
auf die Toilette gehen. Am Ende wurden wir schon immer
ausgelacht wenn wir wieder mal sagen mussten „Io
devo andare al bagno“ (Ich muss auf die Toilette
gehen).
Am Nachmittag fuhren wir mit dem Pullmann (Bus) zu einer
Sporthalle, wo das Volleyball-Match stattfinden sollte!!
Wir alle haben natürlich unser Land angefeuert,
doch leider haben die Italiener wieder gewonnen, wie
auch im letzten Jahr. Aber zu unserer Verteidigung sollte
gesagt werden, dass wir sogar kurzzeitig mit 8 Punkten
in Führung lagen und dass, obwohl bei den Italiener
Jungs mitgespielt haben, die extrem harte Aufschläge
gemacht haben. Aber die Italiener haben natürlich
trotzdem verdient gewonnen.
Was
wir noch loswerden wollten „ Ihr Deutschen habt
echt gut gespielt“.
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Der
Dienstag hielt einiges für uns bereit: Um 8 Uhr trafen
wir uns am Bus, aber in Italien rechnet keiner damit,
dass man um 8 Uhr losfährt, denn in Italien ist irgendwie
jeder zu spät. Das war etwas ungewöhnlich für
uns pünktlichen Deutschen. Also fuhren wir dann um
8:40 los nach Perugia. Erster Stopp, auf den wir Naschkatzen
uns natürlich riesig gefreut haben: Die berühmte
Schokoladenfabrik „Perugina“. Dort haben wir
uns echt vollgestopft mit Schokolade, denn überall
standen Tabletts rum, wo wir uns bedienen konnten und
das ließen wir uns natürlich nicht 2 Mal sagen.
In der Schokoladenfabrik „Perugina“, hatten
wir danach einen Rundgang durch die Fabrik und konnten
sehen wie die Schokolade gemacht wurde und wie sie verpackt
wird. Gott sei Dank war der Rundgang in einem Tunnel,
der aus Glas an den Seiten bestand und über die Fabrik
ging, denn sonst hätten wir am Ende wahrscheinlich
nicht mehr durch die Tür gepasst, vor lauter Schokolade
essen. Nach dem vielen Essen mussten wir uns bewegen,
und haben Perugia besichtigt. Dort war aber wahrscheinlich
die größte Attraktion für uns ein Make-up
Laden namens Kiko, den wir alle fast leer gekauft haben.
Nach der kleinen Pause in Perugia, fuhren wir noch zu
einer Keksfabrik namens „Colussi“. Im Gegensatz
zu der Schokoladenfabrik durften wir in die Keksfabrik
hinein und hautnah erleben, wie die Kekse gemacht wurden.
In den hübschen Kitteln und Hauben sahen wir seeeeeehr
interessant aus!
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„In
der Keksfabrik mit den schicken Häubchen“
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Langsam
wurde es echt schlimm. Erst Schokolade und dann Kekse.
In Italien bekommt man den ganzen Tag so viel zu essen.
Nach den vielen Keksen bekamen wir auch noch eine riesen
Tasche, in der Kekse, Cracker und nochmals Kekse drinnen
waren. Das wir auch ja nicht verhungern ? .
Nach dem langen Tag waren wir froh um 18 Uhr wieder in
Assisi angekommen zu sein und haben uns den Abend mit
den Anderen schön gemacht!!
Am Mittwoch ging’s gleich mit einem Tagesausflug
weiter und wir sind diesmal mit nur einer halben Stunde
Verspätung nach Spoleto losgefahren. Später
bekamen wir auch die Festung ‚Rocca Paolina’
zu Gesicht. Daneben war auch eine sehr lange Brücke,
die für viele Selbstmorde bekannt ist. Mehr als 100
Meter fällt man da in den Abgrund. Dort sollte man
echt aufpassen, dass einem kein Vogel auf den Kopf kackt
?. Nach der Rocca Paolina haben wir noch ein hübsches
Städtchen namens Spoleto besucht. Außerdem
haben wir eine Führung durch das Städtchen von
einem Lehrer bekommen, der an der Schule (Liceo Sesto
Properzio) unserer Austauschpartner arbeitet. Dort musste
die Deutschlehrerin Signora Baldelli echt darum kämpfen,
dass wir Deutschen (natürlich keine Italiener) aufs
Klo gehen konnten. Ein netter Mann hat uns dann aufs Klo
gehen lassen und die nun sehr böse Signora Baldelli
hat gleich einen Brief an den Bürgermeister der Stadt
geschrieben, dass Sie es unerhört findet, dass wir
nicht aufs Klo gehen konnten?. |
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| Nach
dem Rundgang durch Spoleto kamen wir um 15 Uhr an den
Cascate delle Marmore. (Marmorwasserfällen) an. Das
sind künstliche riesige Wasserfälle, an denen
man einstellen kann, wann und wie viel Wasser fließt.
Die Wasserfälle waren echt unglaublich und die mühsam
geglätteten Haare waren danach wieder lockig, denn
dass man an manchen Stellen nass wurde, weil der Dampf
der Wasserfälle bis dahin rüber wehte hatten
wir nicht eingeplant. |
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Am
Donnerstag, unserem letzten Tag in Italien hatten unsere
Austauschpartner sich etwas ganz Besonderes für uns
ausgedacht. Im März findet in Assisi immer das „Calendimaggio“
statt, ein Mittelalterliches Fest. Extra für uns
haben unsere Italiener dann ein kleines Calendimaggio
Fest vorbereitet. Sie haben sich die Kostüme angezogen
und wir haben einen Film über das Fest angeschaut.
Der Höhepunkt war das sie 5 typische Lieder auf mittelalterlichen
Instrumenten vorgespielt haben. Am Ende haben noch ein
paar von uns Deutschen, und natürlich unsere Italienisch
Lehrerin Frau Prutek und die Klassenlehrerin der 10b Frau
Hübner die Calendimaggiokostüme angezogen. |
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Die
Italiener sind immer für Überraschungen gut,
was sie auch am letzten Abend mit einer Party zum Ausdruck
gebracht haben. Es gab ein sehr gutes Abendessen: kleine
Häppchen, Pizza, verschiedene Nudeln und sogar eine
Torte, die aber so gut wie keiner mehr gegessen hat, weil
wir schon zu viel gegessen hatten. |
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Bei
der guten Musik von unserem DJ Danilo (Danza Kuduro, My
dream ist o fly, …?) wurde jeder locker und tanzte
drauf los. Auch Frau Prutek hat keine Mühen gescheut
und mitgetanzt. Ein gelungener Abschiedsabend!! Groooßes
Lob an unsere Gastgeber!! |
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Dann
kam der Tag auf den sich niemand gefreut hatte, der Freitag!
Wir mussten uns von unseren Austauschpartnern/-innen,
mit denen wir mittlerweile Freundschaften geschlossen
hatten verabschieden. Aber nicht nur von ihnen, sondern
auch von den Eltern, Geschwister, der italienischen Gelassenheit,
der Kultur, der Landschaft und dem wunderschönen
Städtchen Assisi und natürlich der Sprache mussten
wir uns verabschieden. Doch bis wir uns wiedersehen, wird
die Zeit schneller vergehen, als wir denken.
Danke an euch alle:
Maria Chiara, Giacomo, Fabio, Valentina, Roxana, Davide,
Giulio, Lucrezia, Filippo, Michela, Gaia, Cecilia, Celeste,
Matteo, Greta, Giulia Pilli, Giulia Pompili, Giulia Venarucci,
Serena, Monica, Simona und Debora.
Und natürlich auch an Frau Prutek, Frau Hübner
und Signora Baldelli |
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