In
der 1o.Klasse findet das BOGY –das berufsorientierte
Praktikum am Gymnasium – statt. Im Zuge der Bildungsplanreform
soll es dazu dienen, den Schülerinnen einen Einblick
in den Berufsalltag und in Ausbildungswege zu geben. Das
Praktikum dauert eine Woche.
Am
St. Agnes wird das BOGY in Zusammenarbeit der Fächer
Deutsch und Gemeinschaftskunde durchgeführt. Das
Fach Deutsch betreut die BOGY-Arbeit, die als vierte Klassenarbeit
gewertet wird. In der BOGY-Arbeit sollen nicht nur Informationen
zu den Voraussetzungen und Ausbildungswegen, den Marktchancen,
dem Arbeitsablauf sowie zur Vereinbarkeit von Familie
und Beruf aufgearbeitet werden – die Schülerinnen
sollen auch (durchaus differenziert und gegebenenfalls
kritisch) erörtern, inwiefern die eigenen Erwartungen
erfüllt wurden und inwiefern der Beruf zur eigenen
Person und ihren Fertigkeiten passt. Das Fach Gemeinschaftskunde
hilft bei der Suche nach einem Praktikumsplatz und organisiert
die Betreuung während des Praktikums. Flankierend
und vorbereitend zum Praktikum wird ein Persönlichkeitstest
nach Myers-Briggs durchgeführt, der den Schülerinnen
Impulse für eigene Kompetenzen und Berufsalternativen
geben soll. Passend zum Praktikum wird zudem eine Unterrichtseinheit
durchgeführt, die die Rolle der modernen Frau zwischen
Familie und Beruf, Berufe der Zukunft sowie unterschiedliche
Ausbildungswege (v.a. Universität, Pädagogische
Hochschule, Berufsakademie, Fachhochschule) darstellt.
In diesem Rahmen finden außerdem Diskussionen mit
Vertreterinnen unterschiedlicher Fachrichtungen, z.B.
Ingenieurinnen, statt, um den Schülerinnen zu zeigen,
dass auch für Frauen untypische Berufe bei der zukünftigen
Berufswahl interessant sein können.
Das
BOGY-Praktikum steht am St.Agnes im Kontext einer ganzheitlichen
Sicht auf die Persönlichkeiten der Schülerinnen.
Daher wird in der 11.Klasse ein breit gefächertes
Programm zur Persönlichkeitsbildung geboten, z.B.
ein Orientierungstag mit Schwestern aus Sießen,
ein hausinternes Rhetoriktraining, Studien zu vorbildlichen
Frauen im Deutschunterricht und persönlichkeitsbildende
Unterrichtseinheiten in verschiedenen Fächern wie
Sport und Religion – kombiniert mit offeneren Unterrichtsformen
zur Schulung der Selbstständigkeit der Schülerinnen
– sowie eigene Projekttage für die Schülerinnen
der 11.Klasse. Die Projekttage sollen den Schülerinnen
Möglichkeiten bieten, sich mit unterschiedlichen
Themen aus Sport, Kunst, Geschichte und Politik auseinanderzusetzen,
um kritisches Denken, Offenheit und Flexibilität
sowie ein positives Körpergefühl zu schulen.
Bericht: Frau Dr. Holl
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