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Tag
1: Anreise
Am Montag, den 01.02.2010 war es so weit, die vereinigte
Klassenstufe 10 des St.Agnes Mädchengymnasiums war
bereit, um auf Berlinfahrt zu gehen. Überall standen
plaudernde Grüppchen neben überdimensionierten
Kofferhaufen und checkten die letzten Details, während
zwischen ihnen aufgeregte Eltern und Lehrer herumschwirrten.
Nach circa einer halben Stunde saßen dann alle 120
Schüler glücklich in den beiden Busse –
wobei natürlich der Doppeldeckerbus größeren
Anklang fand - und wir konnten, nachdem auch der letzte
Koffer verstaut war, losfahren. |
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Wir hatten
acht Uhr morgens und noch sieben Stunden langer Fahrt
vor uns. Die meisten packten ihre Kissen aus und fuhren
mit der Tätigkeit fort, die sie zu Hause unterbrochen
hatten, um den Bus nicht zu verpassen – schlafen.
Andere beförderten Bücher, Zeitschriften oder
MP3-Player aus ihren Taschen und so kehrte für
geraume Zeit erst einmal Ruhe ein.
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Beim
ersten Stopp, drei Stunden später wurden dann alle
schnell durch das Türchen mit der Aufschrift „WC“
geschleust und schon ging es weiter. Der nächste Halt
dehnte sich über eine Stunde und fünfzehn Minuten
aus, denn Uwe unser Busfahrer hatte seine Pflichtpause einzuhalten.
Viele nahmen hier ihr Mittagessen ein und ich kann bestätigen:
das Salatbuffet war gut. Jetzt hatten wir noch genau zwei
weitere Stunden Fahrt und wir wollten einen Film sehen,
doch die Zeit, die liebe Zeit, es wurde verhandelt, die
Lehrer blieben hart und – dann waren wir auch schon
da.
Vor uns ragte die Fassade des Jugendhotels „Aletto“
auf, mitten in Berlin Kreuzberg. Angestellte des Quartiers
hielten eine Ansprache, in der uns Regeln wie „von
zehn Uhr abends bis sechs Uhr morgens ist Nachtruhe“
ausführlich erläutert wurde. Als nächstes
bekamen die Zimmerverantwortlichen die „Keycards“,
man lud die Koffer aus und alles stürmte zu den Räumen,
in denen sogleich begeistert der Fernseher eingeschaltet
wurde. Eine dreiviertel Stunde war zum Einrichten, Auspacken
und Verschnaufen eingeplant, dann stand das Abendessen auf
dem Plan. |
Es gab zwei
Speisesäle, auf die wir uns verteilten und eine
Theke mit angeschlossenem Tischchen, auf dem der Nachtisch
und der Salat bereitstanden. Nach dem Essen packten
sich alle warm ein und wir stapften gemeinsam am Potsdamer
Platz, den ersten Mauerüberresten und dem Brandenburger
Tor vorbei zum Reichstagsgebäude. Dort wurden wir
gruppenweise nach einem kurzen Sicherheitscheck hineingelassen
und über einen Fahrstuhl in die berühmte gläserne
Kuppel geleitet. Headsets wurden ausgeteilt und schnell
verteilten sich alle gebannt lauschend auf den spiralenförmig
angelegten Wegen, die bis an die Decke führten.
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Für mich persönlich ist dies eine der tollsten
Sehenswürdigkeiten, die Berlin zu bieten hat: Man
sieht die ganze Stadt er- und beleuchtet vor sich liegen,
wie das riesige glitzernde Netz einer Spinne, in dem sich
größere und kleinere Lichtpunkte verfangen
haben.
Den Heimweg
durften wir dann alleine (d. h. in Vierergruppen) antreten
und da es so kalt war, beeilten wir uns, gelockt von der
Aussicht auf eine warme Dusche im Hotel.
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zum 2. Tag
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