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Die
Geschichte von St.Agnes
1871:
Die Franziskanerinnen von Sießen werden angefragt, Lehrerinnen
an die Schlossschule in Stuttgart, eine katholische Mädchenvolksschule,
zu senden. Die ersten Schwestern unterrichten noch im selben
Jahr an der Schule
1886:
Nach langjährigem Drängen der Eltern und Schwestern wird
die „Katholische Privattöchterschule" mit 120 Schülerinnen
(Klassen 1-7) eröffnet. Der Unterricht findet in der Militär-
und der Tübinger Straße sowie in Räumen der Schlossschule
statt.
1891:
Die Schule bezieht das Gebäude in der Gymnasiumstrasse 47.
Die 8. und die 9. Klasse werden angefügt. Somit ist der
Bildungsstandard höher als bei der Volksschule. 1896: Die
Schule heißt jetzt „Höhere Töchterschule" (=höhere
Schule für Mädchen). 1907: Der Neubau in der Firnhaberstraße
wird eingeweiht.
1910:
Die 10. Klasse wird genehmigt.
1915:
Eine Granate schlägt in ein Klassenzimmer ein, während die
Schülerinnen sich in der Kapelle aufhalten beim Schulgottesdienst.
1921/22:
Die Schülerinnenzahl steigt auf 930.
1931:
Der Name der Schule ist ab jetzt „Private Katholische Mädchenrealschule
St. Agnes".
1937:
Die Nationalsozialisten lassen eine Weiterführung von St.
Agnes nicht zu.
1939:
Das letzte Schuljahr schließt.
1944:
Stuttgart wird schwer bombardiert, St. Agnes dabei größtenteils
zerstört.
1945:
Am 5. November wird St. Agnes mit 79 Schülerinnen in der
5. und 6. Klasse als Gymnasium wiedereröffnet. Für den Unterricht
stehen Räume des ebenfalls von Franziskanerinnen geleiteten
Josephheimes zur Verfügung.
1947:
Gründung des Kath. Schulvereins St. Agnes zur wirtschaftlichen
Unterstützung der Schule.
Wiederaufbau
des Gebäudes Firnhaberstraße 4 mit den alten Backsteinen,
die von Schülerinnen und Lehrerschaft gereinigt werden.
1950:
Zweiter Bauabschnitt nach dem Krieg - Ecke Firnhaber-/ Gymnasiumstrasse.
1954:
findet in St. Agnes zum ersten Mal das Abitur statt, das
alle 15 Schülerinnen bestehen. Das „Private Katholische
Mädchengymnasium ist zur staatlich anerkannten Vollanstalt
geworden mit 600 Schülerinnen.
1957:
Einweihung des Erweiterungsbaus in der Gymnasiumstrasse
mit Kapelle und Turnhalle.
1971:
Ein zweiter Erweiterungsbau schließt sich an mit naturwissenschaftlichen
Räumen und einem modernen Schwimmbad.
Trotz
der generellen Einführung der Koedukation in allen Stuttgarter
Gymnasien bleibt St. Agnes eine Schule für Mädchen.
1981:
Die Zahl der Schülerinnen hat sich auf 750 erhöht.
1982:
Die Schule trägt den Namen Mädchengymnasium St. Agnes, staatlich
anerkannte katholische Schule.
1986:
Mit dem Anbau Lange Straße/Hohe Straße erhält die Schule
weitere notwendige Klassen- und Fachräume. Damit wird der
äußere Ausbau der Schule vorläufig beendet. Mit dem
2. Jahrhundert der Schulgeschichte wird der innere Auf-
und Ausbau fortgesetzt.
1993:
In der Kongregation und in den Lehrerkollegien der Sießener
Schulen wird intensiv an der strukturellen und konzeptionellen
Weiterentwicklung des Bildungsauftrags gearbeitet
um den Anforderungen der Zeit zu entsprechen und die Schulen
in die Zukunft führen zu können.
1996:
Die Kongregation der Sießener Franziskanerinnen gibt ihren
fünf Schulen eine neue rechtliche Struktur in der Gründung
einer gemeinnützigen GmbH mit dem Namen Sießener Schulen
GmbH. Es werden zwei gleichberechtigte Geschäftsführer für
den pädagogischen und den kaufmännischen Bereich eingesetzt.
Seit
1996
Realisierung der Schulprofile: Ganzheitliche Erziehung und
Bildung auf der Grundlage franziskanischer Haltungen, Mädchen-
und Frauenbildung, Miteinander Füreinander, Leben an der
Schule.
Seit
2002: Die Zahl der Schülerinnen steigt kontinuierlich
auf über 1000, ungefähr die Hälfte der Schülerinnen
kommen aus Stuttgart und den Vororten, die anderen aus den
benachbarten Kreisen. Sie werden von mehr als 70 Lehrerinnen
und Lehrern unterrichtet.
2004:
Die Franziskanerinnen von Sießen, die Franziskanerinnen
von der ewigen Anbetung von Schwäbisch Gmünd und
die Süddeutsche Provinz der Salvatorianer gründen
den Ordensschulen Trägerverbund gGmbH. Dieser Trägerverbund
ermöglicht es den Schulen, ihr pädagogisches Profil
aus ihrer jeweiligen Ordenstradition und Geschichte heraus
auszuprägen und weiterzuentwickeln und gleichzeitig
Ressourcen gebündelt und effizient einzusetzen.
2003-2005:
In St. Agnes wurden umfassende Teile des bisherigen Schulgebäudes
saniert und den neuen Anforderungen entsprechend renoviert.
2008:
Es entstanden zwei neue Bauabschnitte an
den Ecken Gymnasiumstraße-Hohestraße und Firnhaberstraße-Langestraße,
die uns neue Klassen- und Fachräume bescherten und
das Carrée
unserer Schule vollendeten.
2009:
Als letztes war nun die Verwaltung an der Reihe. Sekretariat
und Rektorat wurden sehr gründlich renoviert und durch
ein Konrektorenzimmer ergänzt. Die Lehrerzimmer wurden
erweitert und die Mensa für die Schülerinnen samt
Küche neu eingerichtet.
Parallel zum äußeren Auf- und Umbau verlief die
innere Schulentwicklung. Wie alle Sießener Schulen
hat St. Agnes vier Profile:
- Erziehung und Bildung auf der Grundlage
franziskanischer Spiritualität
- Ganzheitliche Bildung und Erziehung
- Mädchen- und Frauenbildung
- Schulkultur, geprägt von gegenseitiger
Annahme und Wertschätzung, Begegnung und Fürsorge.
Diese
Profile konkretisieren sich bei uns im Methodentraining,
in der Persönlichkeitsbildung, im Leben und Erziehen
nach dem christichen Menschenbild, in unserem guten Miteinander,
in der Verantwortung für Schöpfung und Welt und
in der Förderung der Kreativität.
Unsere
neue Schulordnung ist geprägt von der gegenseitigen
Wertschätzung und Achtung, der individuellen Förderung
und der gemeinsamen Verantwortung für die Schulgemeinschaft.
Feedbackkultur und Dialogisches Lernen fordern und fördern
Schülerinnen und Lehrer, Mitarbeiter und Eltern.
Als
franziskanische Schule sind wir seit 2006 auch in Assisi,
der Heimatstadt des heiligen Franziskus und der heiligen
Klara zu Hause. Die Sießener Schulen haben dort ein
Haus und ein großes Grundstück erworben, so dass
unsere Schülerinnen, Kollegen und Eltern franziskanische
Spiritualität am Ursprungsort erleben und erfahren
können. Dank des großen Engagements von Eltern
und spendenbereiten Freunden konnten dafür bisher viele
Spenden gesammelt werden.
2007:
Seit 2007 bieten
wir an der Schule Italienisch als 3. Fremdsprache an und
pflegen bereits Austausch mit Gymnasiasten aus Assisi.
In
den vergangenen zwanzig Jahren hat die Schülerinnenzahl
ständig zugenommen, so dass wir heute eine durchgängig
vierzügige Schule mit über 1.100 Schülerinnen
haben. Die Mädchen- und Frauenbildung erscheint uns
immer noch als eine notwendige, interessante und lohnende
Aufgabe.
2010:
Die Jahre 2010 bis 2012 sind geprägt vom Doppeljahrgang,
den wir 2012 durchs Abitur führen. 225 Schülerinnen
in einem Jahrgang haben uns in der Organisation intensiv
gefordert.
Bei
aller Freude über unsere Schulentwicklung und die große
Akzeptanz bei Eltern und Schülerinnen beschäftigt
uns und alle Freien Schulen die unzureichende Bezuschussung
durch den Staat. In Gesprächskreisen, Podiumsdiskussionen
und Postkartenaktionen haben wir auf die Probleme aufmerksam
gemacht. In einer großen Demonstration mit 20.000
Teilnehmern im Januar 2010 haben wir der Öffentlichkeit
und den Abgeordneten gezeigt, dass wir einfordern, was uns
zusteht, nämlich mindestens 80% von dem, was ein Schüler
an einer staatlichen Schule kostet. Ein Tag der Freien Schulen
in der Liederhalle in Stuttgart am 11.02.2011 sollte unseren
Forderungen einen weiteren Nachdruck vor den Landtagswahlen
verschaffen. Wir wollen gute Schule machen für alle,
die zu uns kommen wollen.
2011:
Die
Die Schule hat sich in diesem Jahr wieder ein Stück
erneuert. Im Rahmen der Wärmedämmungsmaßnahmen
wurde der Schwimmbadbau in der Langestraße-Ecke Firnhaberstraße
auf der Hof- und Straßenseite renoviert und saniert.
Die neuen Fenster und die Fassadengestaltung geben der Ecke
ein neues Aussehen. Zur großen Freude der Schülerinnen
und Sportlehrerinnen wurde in sechswöchiger Renovierung
die Sporthalle total erneuert.
Die
Schule ist in diesem Jahr zwei Bildungspartnerschaften mit
Firmen eingegangen. Die Vereinbarungen mit der Firma Bosch
in Feuerbach und der Firma Trumpf in Ditzingen umfassen
längerfristige Kooperationen zwischen der jeweiligen
Firma und unserer Schule. Die gemeinsamen Projekte werden
an der Schule und in der Firma entwickelt und ausgeführt.
Im pädagogischen Bereich steht vor allem die Weiterentwicklung
des Unterrichts und die Persönlichkeitsbildung im Zentrum.
Die staatliche Bezuschussung hat sich leider noch nicht
verbessert, sodass wir auch weiterhin um das kämpfen
müssen was uns als Freie Schule nach dem Privatschulgesetz
zusteht. |