St. Agnes            "Girls's Campus"

 

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Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung

Das Projekt "Girls' Campus" ist ein Förderprogramm für Mädchen. Die Robert Bosch Stiftung veranstaltet dieses Projekt um ihnen die Naturwissenschaften und die Technik näher zu bringen. Wir freuen uns, dass jedes Jahr Schülerinnen unserer Schule daran teilnehmen können.

Ein Bericht von Franziska Brunda Kl. 10a

Was ist „Girls' Campus“?
"Girls' Campus" ist ein Projekt der Robert Bosch Stiftung, das Mädchen einen Einblick in naturwissenschaftliche und technische Berufe ermöglicht. Über ein Jahr hinweg werden in den Bereichen Roboterforschung, Mechatronik, Solartechnologie und Akustikforschung geschnuppert. Dabei steht ihr nicht nur daneben, sondern seid aktiv mit dabei und experimentiert was das Zeug hält.

Warum so ein Projekt?
Mit dem Projekt "Girls' Campus" sollen Mädchen näher zu technischen Berufen gebracht werden. Ihr werdet ermutigt naturwissenschaftliche Bereiche zu studieren und später auch einen solchen Beruf zu erlernen. Im Moment gibt es noch viel zu wenige Frauen in technischen Arbeitsrichtungen. Aber ihr könnt das ändern.

Ich möchte euch von meinem Jahr im "Girls' Campus" erzählen.

An der Auftaktveranstaltung, am 17. Juli 2010, habe ich leider nicht teilgenommen, da ich zu dieser Zeit im Schullandheim war. Aber laut den Erzählungen meiner Mutter, die statt meiner hingegangen ist, war es ein sehr gelungener Samstag. Es wurde über das Projekt informiert und gegrillt. Anschließend lernten sich die Mädchen bei einem kleinen Wettbewerb besser kennen.

Beim ersten Seminar am 18. und 19. September 2010 in der VHS Leinfelden Echterdingen ging es darum, sich selbst zu präsentieren und etwas aus seinen Talenten zu machen. Am ersten Tag überlegten wir uns, was unsere Talente sind und was wir von unserem späteren Beruf erwarten. Mit diesen Informationen erstellten wir ein Profil von uns und machten uns gegenseitig Vorschläge, was für Berufe zu einem passen würden. Am zweiten Tag beobachteten wir unsere Körpersprache. Wir lernten, wie unterschiedlich sie bei verschiedenen Gefühlen ist und wie man sie nutzen kann um sich gut zu präsentieren. Das ist zum Beispiel bei Vorträgen oder Vorstellungsgesprächen sehr hilfreich.


Berufs- und Lebensplanung

Selbstbewusst auftreten.


Am Samstag den 13. November 2010 ging es an die Hochschule Esslingen. Hier erwarteten uns gleich 3 Programmpunkte. Deswegen wurden wir auch in 3 Gruppen aufgeteilt. Meine Gruppe beschäftigte sich zuerst mit dem Thema „Projektmanagement“. Dazu wurde uns eine erdachte Firma vorgestellt. Uns wurde erklärt was es für Abteilungen in dieser Firma gibt und wie lange sie braucht, um bestimmte Teile herzustellen. Nun wurden wir auf die verschiedenen Abteilungen verteilt und bekamen den Auftrag verschiedenfarbige Handys zu liefern. Dieser Auftrag musste nun über die verschiedenen Stationen laufen. Dabei musste man beachten, dass es verschieden lang dauert einzelne Teile herzustellen und manche Teile erst geliefert werden müssen. Am Ende konnten wir unserem Kunden sagen wie schnell seine Handys geliefert werden können.

In der zweiten Station ging es um Automatisierungstechnik. Wir erstellten am Computer einen Schaltplan und ließen mit ihm kleine Maschinen arbeiten. Es war ganz schön schwierig auf alles zu achten und die Maschine zum laufen zu bringen.
Am Ende wurde uns das Programm CAD vorgestellt. Es ermöglicht 3D Modelle am Computer zu erstellen und ihre Funktionsweise zu simulieren. Wir modelierten gemeinsam einen kleinen Würfel, der in einer Kugel liegt (siehe Bild), der dann mit einem 3D Drucker gedruckt wurde. Dieser Drucker druckt mit kleinen Plastikfäden. So ist es möglich Teile zu „drucken“, die man später nicht mehr zusammenbauen muss. Den Würfel durften wir als Andenken mit nach Hause nehmen.


Die erdachte Firma.

Mit dem Schaltplan…

…brachten wir die Maschinen zum Laufen.

Im 3D Drucker…


…wurden unsere Würfel gedruckt.
 

Das dritte Seminar fand an zwei Orten statt. Am Samstag, den 12. Februar 2011 im Fraunhofer Institut in Vaihingen und am Sonntag den 13. Februar 2011 im Stiftsgymnasium in Sindelfingen.
Für Samstag wurden wir wieder in drei Gruppen aufgeteilt. Zuerst haben wir mit einem Programm namens „Logo“ gearbeitet. Mit diesem Programm kann man ein kleines Dreieck so programmieren, dass es verschiedene Wege läuft. Dabei hinterlässt es einen Strich. Damit kann man dann Formen bilden. Da man aber nur Befehle wie „geradeaus“, „links“, „rechts“, „rückwärts“ hat oder das Dreieck um x Grad drehen kann, gestaltet es sich ziemlich schwierig zum Beispiel ein einfaches Nikolaushaus zu zeichnen. Anschließend wurde uns ein Laser vorgestellt. Der Laser folgte einer kleinen Kugel solange der Strahl auf die Kugel fiel. Den Weg, den die Kugel hin und her bewegt wurde, zeichnete der Laser auf einem Computerbildschirm auf. Wir befestigten die Kugel an einem Roboterarm und ließen ihn so hin und herfahren, dass sich auf dem Bildschirm ein Bild ergab.
Als letztes gingen wir zu einer Wärmebildkamera. Wir beschäftigten uns mit der Wärmestrahlung verschiedener Gegenstände und machten diese mit der Kamera sichtbar.

Am Sonntag wurden wir in Zweiergruppen aufgeteilt und bekamen jeweils einen Schüler des Stiftsgymnasium Sindelfingen zugeteilt. Diese zeigten uns Lego-Mindstorms Roboter und das dazugehörige Programm. Jede Gruppe baute nun einen Lego Roboter (nach Anleitung oder ganz individuell). Nachdem wir uns eine Zeitlang mit dem Programmieren der Roboter versucht hatten, sollten wir uns ein Programm ausdenken, das wir am Ende den anderen präsentieren konnten. Dabei sollte man Sensoren des Roboters nutzen. Es gab Ultraschallsensoren, Lichtsensoren, Tastsensoren und Geräuschsensoren. Man konnte den Roboter zum Beispiel so programmieren, dass er einer schwarzen Linie nachfährt und ab einer bestimmten Lautstärke stoppt.


Das Haus vom Nikolaus programmiert mit Logo.

Beim Steuern des Roboterarms.

Wärmebildkamera

Ein Programm für den Legoroboter.

Legoroboter.
 

Das vorletzte Seminar fand am 19. März 2011 im Forschungszentrum der Robert Bosch GmbH in Gerlingen-Schillerhöhe statt. Hier drehte sich alles um die Akustikforschung. Zuerst beschäftigte sich meine Gruppe (drei Gruppen insgesamt) mit einer akustischen Kamera. Wir machten mit ihr Bilder vom Raum, in dem wir uns befanden, und von uns wie wir möglichst viel Krach machten. Danach versuchten wir aus verschiedenen Materialien einen Lautsprecher zu bauen. Welcher der Beste ist, sollte am Ende ermittelt werden. Zur Verfügung hatten wir dazu Draht, Metall, Spulen, Joghurtbecher in verschiedenen Größen und Stärken, Kleber und Lötkolben. Unser Lautsprecher schaffte es immerhin auf Platz 3. Danach gingen wir in einen Raum, der mit den verschiedensten Geräten ausgestattet war, um Schwingungen sichtbar zu machen. Wir probierten sie selbständig durch.


Der Kreis im Vordergrund ist die Akustische Kamera.

Die verschiedenen Lautsprecher

Hier werden mit einem
Laserschwingungen sichtbar gemacht.

Und hier dasselbe mit einfachem Sand.


Am 15. und 16. April 2011 fand leider schon die letzte Veranstaltung statt. Diesmal auf der Comburg in Schwäbisch Hall. Los ging es freitagmorgens. Wir fuhren gemeinsam zur Firma Würth Solar und bekamen dort eine Einführung in die Solarenergie und eine Führung durch die Firma. Angekommen in der Comburg machten wir erst einmal einen Stadtbummel durch Schwäbisch Hall. Abends dann erklärte Frau Frank uns verschiedene Sachen zu den Sternbildern oder zum Mond. Wir gingen auch 'raus und schauten uns die Sternbilder an und begutachteten durch ein Fernglas den Mond. Am nächsten Tag drehte sich alles wieder um die Solartechnik. Frau Frank erklärte uns ausführlich wie eine Solarzelle funktioniert und wir machten im Hof der Comburg verschiedene Versuche mit Solarzellen. Anschließend bauten wir aus Materialien wie Badenudeln, Karton, Pfeifenreiniger, Moosgummi und anderen Bastelmaterialien, einer kleinen Solarzelle und einem Motor unsere eigenen kleinen Solarobjekte.


Würth Solar

Stadtbummel

Lange Nacht der Sterne


Beim Experimentieren im Hof:

Beim Basteln





Und das sind wir alle.


Was mir noch zu sagen bleibt ist, dass wir bei jedem Seminar natürlich erst einmal eine Einführung in Form eines Vortrags bekamen, bei dem wir Fragen zu den Berufen, zum Werdegang der Personen oder auch zu den Arbeitsbedingungen in besonderen Situationen wie während einer Schwangerschaft und in der Familienzeit fragen konnten.

Ich möchte mich herzlich bei Frau Frank bedanken, die alles organisiert hat. Sie hat sich immer liebevoll um uns gekümmert und uns zum Beispiel schon im voraus Anfahrtspläne gemailt. Außerdem hat sie sich um die Verpflegung gekümmert und ich glaube ich habe selten so gut gegessen wie an diesen Wochenenden. Jede einzelne Veranstaltung hat super viel Spaß gemacht. Wenn ich könnte würde ich sofort noch einmal mitmachen. Da das aber nicht geht, bleibt mir nichts als es euch wärmstens zu empfehlen.

Also Mädels. Falls ihr euch für Technik interessiert, später einmal einen technischen oder naturwissenschaftlichen Beruf ausüben wollt und bereit seid ein paar Wochenenden zu opfern dann ist das genau das richtige für euch!

P.S Hier gibt es Videos zur letzten Veranstaltung.

http://www.youtube.com/watch?v=u-7w9yuozmA&playnext=1&list=PL5BA2415CFF3F17B0

 


Link zur Girls' Campus 2009/10

Link zum Girl's Campus 2008/09

Link zum Girl's Campus 2007/08

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/11121.asp

 

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